Peace-o-Meter
Wer zu schnell fährt, um die Blumen am Straßenrand zu erkennen, fährt am Leben vorbei.Michael Blanz
Du sitzt im Auto. Vor dir fährt jemand langsamer, als du gerade möchtest, und etwas in dir drängt. Diese Seite nimmt genau diesen Moment ernst. Sie rechnet mit dir aus, was das Drängen wirklich bringt und was es dich kostet. Ohne erhobenen Zeigefinger, ohne Anmeldung, in deinem Tempo.
- Eine Schätzfrage, 30 Sekunden. Fast alle liegen daneben, das ist in Ordnung.
- Du gibst eine Fahrt ein, die du wirklich machst, und siehst, was sie dir bringt und kostet.
- Du liest weiter, wo es dich interessiert. Die Seite merkt sich, wo du warst, und zeigt dir Passendes.
Alles bleibt auf deinem Gerät. Nichts wird gesendet, nichts gespeichert, außer bei dir.
Autobahn, 30 Kilometer. Du fährst 150 statt 120. Wie viel Zeit holst du raus?
Kein Test, keine Wertung. Schieb den Regler auf deine Schätzung und schau, was die Uhr dazu sagt.
Mit 120 km/h brauchst du für 30 Kilometer genau 15 Minuten, mit 150 genau 12. Drei Minuten. Dass sich das nach mehr anfühlt, liegt nicht an dir: Unser Gefühl rechnet Tempo in geraden Linien, die Zeit tut das nicht. Je schneller du schon bist, desto weniger bringt jedes weitere km/h.
Such dir einen Einstieg
Lohnt sich das Drängeln?
Du fährst oft dieselbe Strecke und kennst den Impuls, aufzuholen. Hier siehst du für deine Strecke, was er bringt und was er kostet.
Zum Rechner → Ich komme oft gestresst anWas Eile im Körper macht
Puls, Blutdruck, Anspannung am Steuer: was man darüber weiß, was nicht, und warum das Auto ein guter Ort ist, mit Gelassenheit anzufangen.
Zur Gesundheit → Ich mag TexteDie Blumen am Straßenrand
Kurze Texte über das Tempo, mit dem man durch sein Leben fährt. Zum Lesen, nicht zum Rechnen.
Zu den Texten →Drei kleine Rechner
Schieb die Regler, die Zahlen folgen sofort. Was du hier einstellst, nimmt die Seite mit: Deine Strecke und deine Tempi stehen später im großen Rechner schon drin.
Oben rechts siehst du ein kleines Feld
Dort steht „Deine Fahrt". Sobald du im Rechner eine Fahrt eingegeben hast, zeigt es dir dein Ergebnis unterm Strich, auf jeder Seite. Daneben siehst du, welche Seiten du schon entdeckt hast. Und ab und zu stellt dir die Seite eine Frage. Je nachdem, wie du antwortest, öffnen sich Abschnitte, die zu dir passen. Hier gleich die erste:
Wer dieselbe Strecke oft fährt, erlebt jeden Tag zweimal denselben kleinen Irrtum. Aufs Jahr gerechnet sieht man ihn besser.
Auf der Seite Unterwegs gibt es eine Übung speziell für den Moment vor dem Losfahren. Sie ist für dich wahrscheinlich die wichtigste.
Fragen, die hier oft gestellt werden
Wie viel Zeit spart man, wenn man 160 statt 120 km/h fährt?
Auf 30 Kilometern 3 Minuten 45 Sekunden, auf 100 Kilometern 12,5 Minuten. Fahrzeit ist Strecke geteilt durch Tempo, und je schneller man schon fährt, desto weniger bringt jedes weitere km/h. Der Rechner zeigt dir das für deine Strecke.
Warum fühlt sich schneller fahren nach mehr an, als es ist?
Weil unser Gefühl Tempo in geraden Linien rechnet: 30 km/h mehr fühlen sich nach einem Drittel weniger Fahrzeit an. Die Zeit folgt aber einer Kurve, die oben flach wird. Die Forschung hat dafür einen Namen, Time-Saving Bias, und zeigt: Fast alle überschätzen den Gewinn bei hohem Tempo und unterschätzen ihn bei niedrigem.
Wie stark steigt der Spritverbrauch mit dem Tempo?
Der Luftwiderstand wächst mit dem Quadrat des Tempos: doppelt so schnell, viermal so viel Gegenwind. Ein Mittelklassewagen braucht bei 160 km/h grob 35 Prozent mehr je Kilometer als bei 120. Im Rechner kannst du dein Auto und den aktuellen Spritpreis einstellen.
Was bedeutet der Name Peace-o-Meter?
Ein Tacho, der nicht Tempo misst, sondern Ruhe. Er spielt mit einem Instrument namens Paceometer, einem Tacho, der Minuten je Strecke zeigt statt km/h, und mit dem lateinischen pace: mit Frieden. Mehr dazu auf der Seite Hintergrund.